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Von der Täuschung zur Wahrheit

Doktoranden-Workshop 1./2.10.2020

Der an das DFG-Projekt „Literarischer Zweifel. Skeptizismus und das Dilemma der Wahrheitsfindung in der mittelhochdeutschen Epik (12. bis 14. Jahrhundert)“ angegliederte Workshop soll die Gelegenheit bieten, inner- und interdisziplinäre Anknüpfungspunkte der Thematik im konstruktiven Gespräch auszuloten und eine größere Perspektive in Bezug auf verwandte Forschungsbereiche einzunehmen.
Im Mittelpunkt des Workshops sollen daher die Konzepte der Täuschung und der Wahrheitsfindung stehen, in bewusst offen gehaltener Definition und ihrem Verhältnis zueinander sowie in ihrem erkenntnistheoretischen, poetischen und geschichtlichen Umfeld. Es liegt nahe, dass diese Konzepte in größere Diskurskomplexe eingebunden sind, die sowohl über einzelne Fächer hinausreichen als auch vor vermeintlichen Epochengrenzen keinen Halt machen. Besonders vielversprechend in diesem Zusammenhang scheint beispielsweise der Traum, der sich vor allem als Schnittstelle zwischen der philosophischen skeptischen Debatte und seinem literarischen Potential präsentiert. Sicherlich ergeben sich durch den Dialog noch einige weitere interessante Motive, Aspekte oder Berührungsstellen, die sich im nicht immer eindeutigen Verhältnis von Täuschung und Wahrheit aufspüren lassen.
Der Workshop verortet sich ausdrücklich nicht nur in der Älteren deutschen Literatur, wenngleich hier aufgrund des DFG-Projekts ein Schwerpunkt liegen wird. Er soll vor allem Promovierenden die Gelegenheit bietet, Thesen und Ideen aus laufenden Dissertationsprojekten im größeren Rahmen zu diskutieren, und Anregungen aus verwandten Disziplinen aufzunehmen.
(Johann Roch)

Das Programm zum Workshop finden Sie hier.